Was die individuelle Vergangenheit der Führungskräfte und Mitarbeiter mit dem Firmen-Erfolg zu tun hat

Kennen sie das auch? Sie hören von Gehässigkeiten, Neid und Mißgunst. Informationen werden nicht weiter gegeben, ganz gleich, ob der Firma ein Schaden entsteht oder nicht. Dem persönlichen „Kriegsgegner“ eins auszuwischen ist viel wichtiger. Das geschieht zwischen Menschen, die in der gleichen Firma arbeiten, unabhängig von Hierarchien immer häufiger. Kampf gegeneinander statt Arbeiten miteinander, so der Alltag in immer mehr Betrieben.  Innere Kündigungen sind reihenweise ausgesprochen, zu erkennen an der Energie- und Lustlosigkeit vieler Mitarbeiter und auch der Führungskräfte. Und genau diese Energielosigkeit führt in den Burn-out und in die Depression, die gemäß Statistik inzwischen fast epidemieeartig auftreten. Die Qualität der Arbeit, beginnt zu leiden, Kundenreklamationen häufen sich. Wenn jetzt nichts geschieht nimmt das Unternehmen Schaden, der sich in den Büchern empfindlich nieder schlagen wird.

Zunächst muss verstanden werden, dass jeder Mensch, auch wenn er nun erwachsen ist immer noch das kleine Mädchen beziehungsweise den kleinen Jungen in sich trägt, der sie einmal waren. Dieses innere Kind ist nicht in der Lage in aller Klarheit auf gegenwärtige Situationen zu reagieren, wie ein Erwachsener es tun würde. Nein, dieses Kind lebt in Emotionen und zwar in destruktiven, wie Ohnmacht, Wut, Trotz, Frustration, Enttäuschung, Angst und viele mehr. Ferner hat dieser Persönlichkeitsanteil, und um nichts anderes handelt es sich, in der Kindheit und Jugend von seinen Hauptbezugspersonen gelernt, wie die Welt zu funktionieren hat, wie Menschen sich zu verhalten haben und dass man nur geliebt wird, wenn man gewisse Bedingungen erfüllt. Dies wurde ungeprüft übernommen und trägt jeder Arbeitnehmer mit in die Firma. Somit ist also die Kinder- und Jugendzeit jeden Tag mit anwesend, in den Büros, an der Werkbank, in den Verkaufsräumen usw.  Sobald dann in der Erwachsenenwelt Situationen entstehen, die unbewußt an frühere unglückliche Situationen und Emotionen erinnern springt der Mensch quasi in einen falschen Film und lebt die Emotionen genau so aus wie früher als Kind. Da kaum einer Frieden mit seiner Vergangenheit geschlossen und die Kindheit los gelassen hat läßt sich so ein Verhalten nahezu flächendeckend beobachten mit all den Schäden, die durch die Unbewußtheit der meisten Menschen entstehen. Es zieht sich durch alle Altersgruppen, gesellschaftliche Schichten und Positionen.

Daher können wir überall Kriegszustände zwischen Menschen beobachten, einfach weil die verdrängten und unterdrückten Emotionen sich besonders in Streß- und Konfliktsituationen den Weg an die Oberfläche bahnen. Ihnen Achtung und Wertschätzung, Annahme und Liebe entgegenzubringen ist das Gebot der Stunde und wird positive Veränderungen bewirken, die ein konstruktives und friedliches Betriebsklima ermöglichen und Schaden von dem Unternehmen sowie von den einzelnen Menschen abwenden.