Waagschalen

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Wenn ich den Blick auf die zurückliegenden Monate dieses Jahres richte, kommt es mir so vor, als ob die Spirale der Gewalt und schrecklichen Geschehnisse sich immer schneller dreht. Fast jeden Tag lesen wir von Familientragödien, Messerstecherei, Gewalt zwischen irgendwelchen Familienclans und so weiter. So schrecklich es für die betroffenen Menschen ist, so hat es doch auch einen Sinn, dass wir auf diese Schlagzeilen gestoßen sind. Vielleicht gilt es hier etwas für uns zu lernen. Unter anderem können wir die Dinge auf unterschiedliche Art und Weise betrachten und dann schauen, womit wir am meisten in Resonanz kommen.

Zum einen können wir mit den Opfern mitfühlen. Viele leiden allerdings mit und haben dadurch einen schlechten Tag, zumindest aber ein paar negative Stunden, weil das Gehörte und Gesehene ihnen ungefiltert aufs Gemüt schlägt. Ihnen ist der Unterschied von Mitfühlen und Mitleiden nicht bekannt. Während wir mitfühlen ist unser Herz für die Opfer geöffnet, doch wir können genau unterscheiden und sehen, welches Schicksal es ist, das eigene oder das eines anderen Menschen. Bei dem Mitleiden ist es nicht so. Wir vermischen unser eigenes Leben mit dem Leben des anderen und leiden so stark als wären wir selbst in der schrecklichen Situation involviert. Damit ist allerdings keinem geholfen, denn das Mitleiden raubt uns unsere eigenen Kräfte, Mitfühlen dagegen läßt uns in unserer Stärke und Kreativität verbleiben, so dass wir, falls notwendig auch Hilfestellung geben und Lösungen anbieten können.

Zum anderen können wir uns im Angesicht der Schreckensmeldungen fragen: „Wohin soll das alles führen?“ Hier reagieren die meisten mit Ängten und großen Befürchtungen für die Zukunft. Sie kreieren sich innerlich schreckliche Bilder und bemerken nicht, dass sie dadurch das Gesetz der Anziehung aktivieren, welches danach strebt, das ins Leben zu bringen,  was wir uns auf unsere „innere Leinwand“ projiziert haben. Es bedarf große Wachsamkeit, sich nicht in der Negativität zu verlieren.

Und wiederum kommen sicher auch einige auf die Idee, sich zu fragen: „Warum wird so viel von den schrecklichen Vergehen Einzelner berichtet, aber nicht davon, wie der Staat immer mehr gegen seine Bürger arbeitet?“ Denn die Vorschriften, Regelungen, Gesetze, Abgaben, Erhöhung des Renteneintrittsalters, Diätenerhöhung der Abgeordneten bei zumindest indirekter, wenn nicht sogar direkter Steuerhöhungen für die Bürger sind Jahr für Jahr zu beobachten. Dabei sollte der Staat dem Bürger dienen, leider hat sich das nun umgedreht entwickelt, der Bürger soll offensichtlich „Dienstleister“ für den Staatsapperat sein.  Und auch diese Betrachtung bedarf innerer Stärke, um nicht in Negativität, ja sogar Hoffnungslosigkeit zu verfallen.

Je nach Persönlichkeit reagieren die Menschen unterschiedlich, eventuell gibt es auch noch vierte und fünfte Möglichkeiten der Reaktion auf die täglich verbreitete Negativität, die ich jetzt hier gar nicht aufgeführt habe.

An dieser Stelle möchte ich nicht weiter über den Wahrheitsgehalt oder über die möglicherweise manipulierten und in der Priorität falsch gesetzten Schlagzeilen nachdenken. Mir geht es um ein Gleichgewicht, welches nicht verloren gehen darf, weil wir, die wir eigentlich Positives bewirken wollen, sonst unwissentlich das Negative stärken.

Stellen wir uns einmal vor, dass alle negativen Nachrichten sich in einer Waagschale befinden und in der anderen Waagschale befindet sich ein Gegen-Gewicht, was die positive Energie und das vorhandene Licht  in den Menschen darstellt. Dieses Licht soll eigentlich dafür sorgen, dass die Waage im Gleichgewicht bleibt, idealerweise sogar noch zugungsten des Lichtes ausschlägt. Doch ist das überhaupt noch der Fall? Ich behaupte: schon lange nicht mehr und es schlägt jeden Tag mehr und mehr zugunsten des Negativen aus. Denn mit der Reaktion in uns auf die oben aufgeführte Art und Weise nähren wir die negative Seite noch, obwohl wir das gerade nicht wollen.

Doch wie können wir angesichts der ganzen Katastrophenmeldungen noch die positive, die Lichtvolle Seite stärken, so dass die entsprechende Waagschale mehr Gewicht erhält? Die Antwort lautet: durch EIGENARBEIT, denn nur das erhöht unser Bewußtsein. Das Bewußtsein aber ist die Energie unsere Seele und unsere Seele hat sich hier verkörpert, damit sie sich entwickeln und wachsen kann und dadurch automatisch ein Lichtbringer für die Erde wird.  Das wiederum funktioniert nur, wenn wir uns auch nach Innen wenden und uns nicht ständig von den Dramen im Außen in Beschlag nehmen lassen. Und da fängt das Problem für die meisten an: Wenn wir uns nicht nach Innen wenden, idealerweise genau so viel wie wir uns nach Außen ziehen lassen wird der Seele etwas einfallen, um uns zunächst mit sanftem Druck, mit zunehmendem Alter des Körpers mit heftigerem Druck und damit dann doch noch etwas vom Seelenplan geschafft wird oft im Endspurt mit heftigem Druck der Blick nach Innen erzwungen wird. Durch rechtzeitige freiwillige Innenschau wird eine „Zwangsinnenschau“ vermieden.

Es besteht kein Grund, mit Angst auf diese Tatsache zu reagieren, denn die gute Nachricht ist, dass mit dem Wissen über diese Zusammenhänge wir ja durch das Einrichten von stillen Momenten, wie zum Beispiel Waldspaziergänge, Yoga, Meditation, Kontemplation und natürlich das Ausschalten aller technischen Medien für eine gewisse Zeit,  in unserem Leben vorbeugen können. Wir sollten uns bewußt werden, dass es viele Kräfte in „Macht-Schalt-Zentralen“ der Wirtschaft und Politik gibt, die mit aller Gewalt versuchen, unsere Aufmerksamkeit auf das Außen zu konzentrieren, in die Materie (darunter fällt zum Beispiel: Anschaffungen, Planen des nächsten Urlaubs, Karriereziele, Geldvermährungs-Wünsche, Sorgen, wie die Nachbarn über uns denken und so weiter). Sie haben dabei jedoch nur ihre persönlichen Vorteile im Blick. Vom Göttlichen und der Schöpfung haben sie sich völlig abgewandt und verleugnen eine übergeordnete Kraft, von der wir alle stammen. Sie drehen sich nur um sich selbst und wollen selbst „Schöpfer“ sein und versuchen zu erschaffen, was allein nur ihnen dient. Diese Kräfte wissen, dass es für sie gefährlich ist, wenn wir uns auf unseren wertvollen Gottes-Kern im Innern, über den wir ALLE verfügen konzentrieren, denn dann wird uns die Materie und deren zahlreiche Verlockung kaum noch wirklich interessieren. Zumindest werden wir sie kritisch überprüfen, um zu unterscheiden, was uns gut tut und was nicht, was wir für unsere Seele (also nicht für unser Ego, welches der Teil in uns ist, der meint etwas darstellen zu müssen) benötigen. Da wir, sobald wir uns angewöhnt haben, regelmäßig nach Innen zu horchen, unseren Impulsen und Gefühlen zunehmend mehr vertrauen, sind wir von äußeren Kräften bald kaum noch steuerbar und manipulierbar. Statt mit der Materie sind wir zusehends mehr mit unserer Seele verbunden. Davor haben die negativen Kräfte große Angst. Sie befürchten Macht- und Kontrollverlust und somit Nachteile für sich selbst.

Es sind genau diese Kräfte, die keinerlei Interesse daran haben, dass die Waage sich im Gleichgewicht befindet. In ihren Augen ist es gerade zu notwendig, dass die Waagschale der Negativität schwerer ist. Die Gründe, die sie offiziell anführen klingen zunächst ganz plausibel. Gebetsmühlenartig werden sie ja auch ständig in Talkshows und politischen Debatten wiederholt mit dem Ziel, dass durch die unaufhörliche Berieselung die Menschen es als wahr akzeptieren, was in Wirklichkeit unwahr ist. Die uns angebotenen, scheinbar so stichhaltigen Fakten jedoch, die nicht der Wahrheit entsprechen werden sich auch durch einen „argumentativen Dauerbeschuß“ nicht zur Wahrheit verwandeln. Im Gegenteil sie verpesten energetisch die Lebensenergie der Menschen, also die Energie, die uns gesund erhält auf allen Ebenen unserer Existenz. Denn durch die herzlose, von Gott abgewandten Vorgehensweisen und Strategien bringen sie all diejenigen, die dem ausgesetzt sind oder sich freiwillig aussetzen in eine körperliche, mentale und seelische Schwäche mit entsprechenden negativen Folgen für die eigene Lebenskraft. Damit das nicht passiert MÜSSEN wir endlich damit anfangen, uns selbst zu stärken und damit der Positv-Waagschale mehr Gewicht zu verschaffen. Jeder von uns ist wichtig, alle die ihre Aufmerksamkeit immer wieder von der Außenwelt abziehen und nach Innen horchen zählen.

Doch wie kann das ganz praktisch geschehen?

Zunächst muss gesagt werden, dass durch Aufklärung der alternativen Medien (zum Beispiel: Bewußt TV, Querdenken-TV und viele mehr) ein großer mutigr Schritt gegangen wurde. Denn nur so konnten viele Menschen in die Bewußtheit kommen für das, was wirklich passiert. Der Satz „Nichts ist so, wie es erscheint“ ist mehr als zutreffend und sollte von so vielen Menschen wie möglich verinnerlicht werden, um einfach auf die Lügenmärchen nicht mehr reinzufallen. Dabei können die Fragen uns dienen: „Für wen ist dies dienlich?“ „Wer hat tatsächlich einen Nutzen davon?“

Doch auch bei den Informationen über das, was tatsächlich auf der Erde wirkt ist es unglaublich wichtig, auf die Waagschale zu achten, die mit Licht und Positivität gefüllt sein sollte. Reagieren wir zum Beispiel mit Angst und Entsetzen auf die tatsächliche Wahrheit haben wir unbewußt der Negativ-Waagschale zu mehr Gewicht und damit Bedeutung verholfen. Doch genau das sollte auf keinen Fall geschehen.

Und wieder steht dann die bisher noch unbeantwortete Frage im Raum: Wie sieht das denn nun im täglichen Leben aus?

Es geht darum, Momente der Stille in das tägliche Leben mit einzubauen. Und nun höre ich schon fast ein Aufstöhnen, denn das wurde schon oft gesagt und nichts erfolgte, aus welchen Gründen auch immer. Hier möchte ich das in der heutigen Zeit schon fast altmodisch wirkende Wort „Disziplin“ ins Spiel bringen. Wir sollten bedenken, dass die Wirkung des Begriffes zum Negativen hin, von asurischer Seite (Asuras, ein Sammelbegriff aus den Veden für die negativen Energien, die die Menschheit im Griff behalten möchte im Gegensatz zu Suras, was positive Kräfte meint) so manipuliert wurde. Keine Mittel sind in ihren Augen verboten, um uns daran zu hindern, in die Erinnerung kommen zu lassen, wer wir wirklich sind, nämlich Göttliches Licht, zur Zeit auf „Erdenmission“ in einem menschlichen Körper. Ich gebe zu Bedenken, dass auch die von uns oft so hoch geschätzten Spitzensportler ohne Disziplin nicht ihre Leistungen, die unsere Bewunderung erhalten, erbringen könnten. Es kann also so schlecht nicht sein …!

Gelebte Disziplin heißt nichts anderes, als uns nicht ständig ablenken zu lassen, sondern konzentriert auf das Göttliche ausgerichtet zu bleiben und damit verbunden auf die eigenen seelischen Entwicklungsziele. Diese sind nicht so schwer zu erreichen, wenn wir quasi unsere Antennen, die ständig auf Empfang eingestellt sind, wie bei einem alten Kofferradio regelmäßig einziehen. Dies kann im Badezimmer genau so geschehen, wie beim Auto fahren, in öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Werkeln in der Küche oder anderen eher mechanischen Ausführungen, denen wir meditativ nachkommen können. Die Disziplin beschränkt sich dann hier auf die Wahl des Themas, mit dem wir uns beschäftigen wollen. Statt den nächsten Einkauf, die Geburtstagsfeier oder den Besuch bei Freunden zu planen gilt es nun, sich zu fragen, was denn eigentlich der Sinn des persönlichen Lebens sein könnte oder warum man in bestimmten Situationen immer auf die gleiche Art ungeschickt agiert und reagiert, obwohl man doch weiß, dass es nicht weiter hilft. Es gilt darüber nach zu sinnen, was im Leben einen glücklich macht und was sich als Ballast anfühlt, der über Bord zu werfen ist. Die Zeit ist dann da, die eigenen Ängste zu erkunden und zu heilen, die sich zum Beispiel auch beim Herausfinden der tatsächlichen Wahrheit zeigen, damit die eigenen Fähigkeiten und das in dieses Leben mitgebrachte Potential sich endlich entfaltet.

Wer so neugierig auf sich selbst geworden ist, findet dann auch die Zeit, um sich mit seinem Göttlichen Selbst und seiner Seele zu verbinden und der stößt dann auch auf Bücher, Methoden oder Menschen, die zeigen, wie das geht. Durch Disziplin richten wir unser Bewußtsein auf die inneren Themen aus, was das Entdecken des eigenen Seelenpfades genau so beinhaltet wie das Wegräumen der persönlichen „Wackersteine“ vor der Herz-Eingangs-Tür. Je klarer wir unser Bewußtsein ausrichten, desto präziser wirkt das Gesetz der Anziehung und bringt uns das ins Leben, was wir zur Entwicklung unserer Seelenkraft benötigen und uns wünschen. Zunehmend besser wird es uns dann auch gelingen, im Leben in der Zuschauerreihe sitzen zu bleiben und von dort die überall stattfindenen Dramen zu beobachten. Wir treten nur noch dann auf die „Bühne“, wenn wir es bewußt wollen. Die Zeiten des Hineingezogen-werdens durch Tricks und Manipulationen werden so zunehmend mehr der Vergangenheit angehören.

Ja und um das Theme „Zeit“ anzusprechen:  Seien wir doch mal ehrlich, wenn uns wirklich für etwas interessierten haben wir doch bisher immer auch die Möglichkeit gefunden, uns damit zu beschäftigen. Warum sollte es hier anders sein?!

Fang endlich an, deine dir vom Schöpfer zugedachte Position hier auf Erden einzunehmen. Die Hilfen, die du vielleicht noch benötigst werden dich finden, sobald du innerlich deine Bereitschaft bekundest. Du bist ganz wichtig und wirst dringend gebraucht. Nicht umsonst bist du gerade in diesen aufregenden Zeiten auf die Erde gekommen. Hättest du keine wichtige Funktion in diesem Erdenspiel wärst du nicht hier. Glaub an dich, die höchste Instanz, die wir Gott, Schöpfer oder wie auch immer nennen tut es auch. Willkommen Bruder, willkommen Schwester.

One thought on “Waagschalen

  1. libidothanato says:

    Hallo, liebe Doris, dein Beitrag ist, beinah unglaublich wenn, er nicht so real beschrieben wäre. eigentlich ist es mehr als nur, ein Beitrag. Du bist gewiss ein gegenwärtiger Mensch, es macht Freude, dein Wissen aufzunehmen, dich zu lesen, Danke und Glück-Gesundheit, das wünsche ich Dir!…Schöne Grüße aus, Berlin….Rainer
    Mit unglaublich meine ich, deine reale Wahrnehmung und Besxchreibung, jener Dinge!

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