Die Geschichte eines Buches – meines Buches

Nun ist es endlich so weit, ein Projekt, was vor Jahren begann ist nun beendet. Das erste Buch ist gedruckt und kann erworben werden. Ab dem 27.11.17 soll es nach Aussage des Verlages im Handel sein. (Nachtrag: Inzwischen erschienen. Auf Amazon und im Buchhandel zu erhalten.)

So lange habe ich darauf hingearbeitet. Jetzt kann ich es fast gar nicht glauben.

Wie gut, dass man nicht immer zu Beginn weiß, wie alles so läuft. Denn ein Buch zu schreiben ist ja nur ein Teil der Arbeit, es dann zu organisieren, zu korrigieren, einen Verlag zu finden macht die andere Hälfte der Arbeit aus und bedarf sehr viel Geduld.

Eigentlich hatte ich nie vor, ein Buch zu schreiben, obwohl Deutsch immer mein Lieblingsfach in der Schule war. Ich liebte es  aber noch mehr, direkt zu den Menschen zu sprechen, als Seminarleiterin und Trainerin zum Beispiel. Doch dann hat sich mein Leben gravierend verändert. Ich verließ Deutschland, um zu meiner Liebe nach Kanada zu ziehen. Ehemalige Seminarteilnehmer und Klienten baten darauf hin mich immer wieder, dass ich doch ein Buch schreiben möge, weil ihnen meine Seminare und Therapien so viel gebracht hätten. Irgendwann wollte und konnte ich es nicht mehr ignorieren und ich fing an, meine Lebensbeobachtungen nieder zu schreiben. Was ich sah in der Indianer-Reservation in Kanada, in der ich fast 4 Jahre lebte oder in der weißen Welt sowie bei Besuchen in Deutschland, alles erzählte mir etwas. Besonders fasziniert war ich davon, wie sehr wir bei bewußtem Betrachten des Lebens Weisheit erlangen können, denn überall können wir Rückschlüsse auf unser eigenes Leben ziehen. Wir sind nunmal alle Menschen und machen ähnliche Erfahrungen, zumindest aber führen sie zu verwandten Ergebnissen und Reflektionen. Und da ich ja nun Menschen helfen wollte, auch allein zu wachsen habe ich Übungen mit angeführt, leicht durchführbare, aber höchst wirkungsvolle.

Ich muß gestehen, dass ich gerade zu Beginn oft an meinen Fähigkeiten zweifelte. Dann schickte ich meinen Freunden in Deutschland das, was ich geschrieben hatte. Ihr Feedback gab mir Mut, weiter zu schreiben. Auch meine Tochter, die seit ihrem 12. Lebensjahr selbst schreibt sprach mir immer gut zu. Das brauchte es auch, denn in der Reservation hatte ich nur zweimal die Woche Internetverbindung und konnte mich also kaum austauschen.

Doch nichts ist umsonst. So auf sich allein gestellt zu sein machte mich stärker und immer mehr Freude und Beschwingtheit stellte sich beim Schreiben ein. Heute macht das Schreiben mich sehr glücklich. Ich habe schon Material für zwei weitere Bücher in der Schublade liegen. Mal sehen, wann ich starte, ein weiteres Buch zusammen zu stellen, im nächsten Jahr ganz gewiss.

So hoffe ich sehr, dass dir mein erstes Buch ein guter Lebensbegleiter wird, leicht verständlich und unkompliziert. Oft wirst du dich wieder finden. Genau das wollte ich auch bezwecken. Wir führen alle unterschiedliche Leben, jeder von uns ist einzigartig und doch sind wir Brüder und Schwestern, weil wir aus der selben Quelle stammen. Das ist jedenfalls meine feste Überzeugung. Und diese „Verwandtschaft“ führt dazu, dass wir uns in Geschichten über das Leben wieder finden können, ganz gleich, welchen Beruf wir ausüben, wie alt wir sind oder ob wir in Deutschland leben oder wo anders.

Doch schau selbst, schmöker darin, probiere die Übungen aus. Und wenn du magst gibst du mir ein Feedback. Ich würde mich sehr freuen, wenn du dir die Mühe machen würdest, denn auf diese Weise kann ich mich als „Schreiberling“ auch weiter entwickeln. So haben wir uns dann vielleicht sogar gegenseitig geholfen.

Ich verabschiede mich nun von dir, um dich dann hoffentlich im Buch wieder zu treffen.

Von Herzen sende ich dir einen schwesterlichen Gruß und wünsche dir und deinen Lieben alles Liebe und Gute.

Doris